Ein Firmenkonto und seine Mitarbeiter benötigen selten denselben Produktzugriff. Der Einkauf darf vielleicht das gesamte Vertragssortiment bestellen, während eine Niederlassung, ein Techniker oder eine Kostenstelle nur eine freigegebene Teilmenge verwenden soll. SoftwareSilo verbindet dafür Custom Catalog mit Sublogin.
Zwei Produktkontexte
Das Hauptkonto erhält Produkte über normale Custom-Catalog-Zuordnungen: Kundenkataloge, Kundengruppenkataloge und direkte Kundenprodukte. Ein Sublogin kann eigene direkte Produkte und eigene benannte Sublogin-Kataloge erhalten.
Die Integration ermittelt beide Mengen für die aktuelle Storefront und wendet anschließend eine konfigurierte Regel an. Das ist nachvollziehbarer, als jedem Mitarbeiter unbemerkt den vollständigen Elternkatalog zu vererben.
Vier Regeln zur Zusammenführung
| Regel | Ergebnis | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Schnittmenge | Produkte in beiden Mengen | Mitarbeiter nutzt nur einen freigegebenen Teil des Firmensortiments |
| Vereinigungsmenge | Produkte aus mindestens einer Menge | Firmensortiment plus rollenspezifische Ergänzungen |
| Nur Sublogin | Ignoriert die Custom-Catalog-Menge | Sublogin-Zuordnung ist einzige Sortimentsquelle |
| Nur Custom Catalog | Ignoriert die Sublogin-Menge | Alle Firmenbenutzer folgen dem Hauptkonto |
Die Schnittmenge ist der restriktive Standard. Ist eine Seite leer, bleibt auch das Ergebnis leer. Das schützt Zugriff, muss bei einer Migration aber bewusst getestet werden.
Rechte und Storefront-Zugriff
Die Integration ergänzt ein Recht für Meine Produkte im Sublogin-Kontext. Wenn Sublogin Role aktiv ist, steuert die Rolle den Zugriff. Für Installationen ohne Rollenmodul gibt es eine Konfiguration.
Auch die Produktfilterung verwendet den wirksamen Sublogin-Kundenkontext. Kategorie, Suche, verknüpfte Produkte, direkte Produktseiten und Warenkorbprüfung arbeiten dadurch mit der kombinierten Menge.
Wer Sublogin-Kataloge pflegt
Das Modul enthält Verwaltungsseiten für Sublogin-Kataloge und Produktzuordnungen. Berechtigte Firmenbenutzer erhalten außerdem Storefront-Seiten. Vor dem Einsatz sollte feststehen, ob Unternehmen diese Daten selbst pflegen dürfen oder ob Vertrieb und Service die Zuordnungen zentral verwalten.
Selbstverwaltung senkt den internen Aufwand, benötigt aber klare Rechte und Freigaberegeln. Zentrale Pflege ist langsamer, passt jedoch zu regulierten Sortimenten oder kontrollierten Ersatzteilen.
Beispiel
Ein Wartungsunternehmen erhält 2.000 freigegebene Produkte. Die Niederlassung Nord bekommt einen Sublogin-Katalog mit 300 Artikeln. Die Schnittmenge liefert nur Artikel, die in beiden Mengen vorkommen. Eine versehentlich ergänzte fremde SKU bleibt durch den Hauptkatalog gesperrt.
Die Vereinigungsmenge würde diese SKU freigeben. Sie passt nur, wenn ein Sublogin den Zugriff des Hauptkontos erweitern darf.
Vor dem Start testen
Legen Sie Benutzer für Rollen und Zusammenführungsregeln an. Prüfen Sie leere Mengen, direkte URLs, konfigurierbare Produkte, verwandte Artikel, Warenkorb, Store Views, verweigerte Rechte, Meine Produkte, Full Page Cache, Kontowechsel und Änderungen bei aktivem Warenkorb.
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Zuletzt geprüft: 9. August 2026.
