Ein solides E-Rechnungsprojekt beginnt bei Empfängern und Daten, nicht bei einer Moduleinstellung. Diese Checkliste führt vom Formatwunsch zu einem verlässlichen Magento-Betrieb.
1. Rechnungskreise abgrenzen
Trennen Sie inländisches B2B, Behörden, Verbraucher, Ausland, Marktplätze und Ausnahmen. Halten Sie fest, wer jeweils die rechtliche Rechnung ausstellt. In einer Magento-Installation können sehr unterschiedliche Vorgänge liegen.
2. Empfängeranforderungen sammeln
Dokumentieren Sie Format und Version, Übermittlungsweg, Endpoint-Kennung, Käuferreferenz, Bestellnummer, Kontakt und Testverfahren. „Bitte XRechnung senden“ ist noch keine vollständige Schnittstellenbeschreibung.
3. Formatumfang in Magento festlegen
SoftwareSilo unterstützt fünf Rechnungsformate, verwendet aber ein Standardformat je Store. Prüfen Sie, ob das genügt. Benötigen Kunden desselben Stores unterschiedliche Formate, planen Sie eine kontrollierte Anpassung oder eine zusätzliche Zustellschicht.
4. Stammdaten bereinigen
Prüfen Sie Firmierung, Adresse, Umsatzsteuer-ID, Steuernummer, Registerdaten, Bankverbindung, Kontakt und elektronische Kennungen. Legen Sie fest, wo Leitweg-ID, GLN, DUNS oder Peppol-Endpoint gepflegt werden und wer Änderungen verantwortet.
5. Geschäftsdaten zuordnen
Prüfen Sie SKU, Beschreibung, Einheit, Menge, Preis, Rabatte, Versand, Zahlungsart, Bedingungen, Bestellnummer, Käuferreferenz und Kontierung je Position. Klären Sie, ob der Wert aus Auftrag, Rechnung, Kunde, Adresse oder Produkt stammt.
6. Steuerfälle testen
Nehmen Sie tatsächlich vorkommende Standard- und ermäßigte Sätze, gemischte Steuern, Nullsteuersatz, Befreiung, Reverse Charge, innergemeinschaftliche Lieferung, Export und nicht steuerbare Umsätze auf. Prüfen Sie Rundung über Positionen, Steuer, Versand, Rabatt und Gesamtsumme.
7. Rechnungen und Gutschriften planen
Wählen Sie Anlegen oder Bezahlen als Auslöser und sofortige, wartende, geplante oder manuelle Verarbeitung. Testen Sie Teil- und Vollerstattungen. SoftwareSilo erzeugt Gutschriften derzeit als ZUGFeRD, XRechnung und PEPPOL BIS Billing.
8. Fehlerbehandlung festlegen
Wählen Sie die Prüfungsstufe und entscheiden Sie, ob Fehler den Prozess blockieren. Konfigurieren Sie Benachrichtigung und Wiederholungen. Jeder Fehler braucht einen Verantwortlichen, eine verständliche Meldung und eine sichere Neuerstellung ohne Dublette.
9. Versand und Aufbewahrung gestalten
Entscheiden Sie zwischen E-Mail-Anhang, Kunden-Download, REST-Übergabe und Netzwerkversand. Für Peppol benötigt auch eine gültige PEPPOL-BIS-Datei einen Access Point. Bewahren Sie die strukturierte Originaldatei nach Ihrer Richtlinie auf.
10. Abnahme durchführen
Testen Sie erfolgreiche und abgelehnte Dokumente mit dem tatsächlichen Empfänger. Prüfen Sie Anhänge, Kundenkonto, Admin-ZIP, API-Rechte, Queue, Cron, Wiederholung und Überwachung. Speichern Sie bereinigte akzeptierte Beispiele als spätere Testgrundlage.
Nachweis für den Produktivstart
Eine gute Go-live-Akte enthält Anforderungsmatrix, Konfiguration, bereinigte Muster, Prüfergebnisse, Empfängerabnahme, Betriebsverantwortung, Fehlerverfahren und Updateplan. Das ist wertvoller als ein Screenshot mit grünem Status.
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Quellen
Zuletzt geprüft: 9. August 2026.
